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Stichwort-Suche nach: Samsung.

Ein Traum: iPhone mit OLED-Display

Die glühendsten Apple-Verfechter1 haben’s mit Tim Cook nicht wirklich leicht. Nun gut, vorher auch nicht, aber unter Cook scheint der Konzern nicht unbedingt verlegener geworden um starke Worte, aber doch deutlich wankelmütiger, was das Festhalten an diesen Aussagen angeht. Erinnert ihr euch noch? 3,5 Zoll für ein Smartphone und 9,7 Zoll für ein Tablet waren perfekt, alles andere ist doch aus verschiedensten Gründen nicht zu bedienen und würde ohnehin von niemandem gekauft. Dann kamen kleine Tablets, zunächst minimal größere und dann deutlich größere Smartphones, dann auch größere Tablets. Stifte für die Smartphone- oder Tablet-Bedienung waren Teufelszeug, ansteckbare Tastaturen sowieso, das Surface von Microsoft der letzte Scheiß … Das alles gibt es mittlerweile auch von Apple. Und jetzt auch noch das: das nächste iPhone kommt angeblich mit einem OLED-Display! Das finde ich schön, weil ich OLED echt super finde (ganz anders als den Rest der Samsung-Smartphones), mir aber immer erzählt worden ist, warum die Teile so übel sein sollen. Noch ist es nur ein Gerücht, aber ich würde mein aktuelles iPhone sofort und ungesehen gegen eine OLED-Variante davon austauschen.


  1. Ich meine diejenigen, die jeden noch so absurden Marketing-Quatsch von Apple entgegen aller Vernunft verteidigen, weil … na ja, weil’s halt Apple ist und damit allem anderen nur überlegen sein kann. Solche Spinner gibt es in jedem Lager, aber ausgerechnet von der Sorte kenne ich halt ein paar. 

Apple verliert Schutzansprüche auf Trivialitäten

Immer wieder werden Patente auf trivialste Software-Mechanismen und simpelste Ideen vergeben. Nicht nur sogenannte Patenttrolle versuchen mit diesen Trivialpatenten gutes Geld zu machen, sondern auch die Global Player. Apple hat aktuell und längst überfällig zwei fragwürdige Schutzansprüche verloren.

Der Patenttroll zählt sein Gold. Bildquelle: John Bauer; Public domain; via Wikimedia Commons [1]

Vorweg: Wie umfangreich Trivialpatente vergeben werden, hat der Förderverein für eine Freie Informationelle Infrastruktur, kurz FFII, bereits vor einigen Jahren eindrucksvoll anhand eines imaginären Online-Shops demonstriert: Der Patentierte Webshop.

Auch Apple muss sich immer wieder (auch von mir :-)) vorwerfen lassen, schlichteste Dinge zum Patent anzumelden und aggressiv gegen Mitbewerber einzusetzen. Unter anderen im berühmt-berüchtigten Patentstreit gegen Samsung, das schließlich zu einer Milliardenstrafe verdonnert worden ist. Zentraler Gegenstand der Auseinandersetzung waren – natürlich – Trivialpatente: Einerseits das »flache Gerät mit den abgerundeten Ecken« (nein, kein Scherz: viel konkreter war das Geschmacksmuster wirklich nicht formuliert) und auf der anderen Seite die »Slide to unlock«-Geste.

Beide Schutzansprüche hat Apple nun endlich verloren. Und die Begründungen der zuständigen Stellen (US-Patentamt in Sachen Geschmacksmuster und Bundesgerichtshof bei der Wischgeste) ähneln sich: »Prior Art«, also das Vorhandensein von älteren, vergleichbaren Umsetzungen, und in aller Deutlichkeit: Offensichtlichkeit.

Der BGH teilt in seiner Begründung klipp und klar mit: »Das Streitpatent beruht daher nicht auf erfinderischer Tätigkeit.« Bähm! Diese Einsicht ist höchst erfreulich, weil es nicht angehen kann, dass reihenweise Pseudo-Erfindungen geschützt werden, die nicht nur jegliche Technizität vermissen lassen, sondern die sich auch noch jeder Zehnjährige ausdenken kann – was natürlich zu der entscheidenden Frage führt: Wie zum Geier ist es eigentlich möglich, dass solche Patente überhaupt erteilt werden? Prüft die denn niemand?

Apple Watch?!

Den mit Abstand besten Kommentar zur gestern vorgestellten (aber dann doch erst frühestens(!) im kommenden Jahr verfügbaren) Apple Watch habe ich bei Peter Moulding gelesen.

Ich persönlich würde die Apple Watch zwar nicht ganz so negativ bewerten; das vorgestellte Device ist aber nun wirklich alles andere als eine neue Revolution. Sowohl beim Design als auch bei der Funktionalität hätte ich mir (anders als etwa von Samsung) von Apple sehr viel mehr Neues bzw. Ansprechenderes versprochen. Und preislich ist sie – typisch Apple – auch nicht sehr attraktiv. Ich habe nun die in meinen Augen sehr viel schickere Moto 360 vorbestellt, die hoffentlich zeitnah (also im Oktober?) geliefert werden kann. Obwohl ich glaube, dass es noch so zwei bis drei Gerätegenerationen dauert, bis die Smartwatches wirklich alltagstauglich werden.

Phablets

Leider habe ich in meinem näheren Umfeld keinen echten »Hardcore-Apple-Jünger« mehr, aber es wäre schon interessant gewesen, wie mir diejenigen, die noch vor wenigen Jahren – als ich mir das erste Galaxy Note mit einer damals unglaublich großen Bildschirmdiagonalen von 5,3 Zoll gekauft habe – von den wahnsinnigen Vorteilen eines 3,5 Zoll großen Displays geschwärmt haben, heute erklären, warum seit genau gestern abend Bildschirmgrößen jenseits der 5 Zoll das Maß aller Dinge sind und iPhone-Besitzer (anders als angeblich seinerzeit die Samsung-Nutzer) trotzdem keine Daumen-Prothesen benötigen.

Der sehr geschätzte Lukas Mathis (»Designed for Use«) hat zu diesem Thema auch ein paar lesenswerte Gedanken aufgeschrieben.

Ein zweites Leben für mein Galaxy Tab 2

Was ist das beste, was man mit einem Samsung-Tablet machen kann? Richtig: eine andere Firmware installieren!

Mein Samsung Galaxy Tab 2 10.1 habe ich vor allem aus zwei Gründen: einerseits, weil ich mein Transformer Pad zu Klump gehauen habe (seufz) und andererseits weil ich recht günstig an das Gerät gekommen bin.

Nach meinen Erfahrungen mit dem Galaxy Note hätte mir eigentlich klar sein können, dass es trotzdem keine gute Idee ist, sich ein Samsung-Gerät zuzulegen. Es ist traurig, aber Samsung entwickelt einfach richtig, richtig schlechte Software, die in der Lage ist, einem auch die tollste Hardware zu versauen. (Ganz abgesehen davon, dass den Samsung-Entwicklern ganz offensichtlich auch noch jeglicher Sinn für ansprechende Gestaltung abgeht …)

Wie auch immer, nachdem es mir der Kollege mit seinem Galaxy Tab vorgemacht hatte, habe ich mich auch endlich getraut, Cyanogenmod zu installieren. Die Installation nach Anleitung funktionierte eigentlich ziemlich schnell und problemlos. Und nun kann ich allen Besitzern eines Galaxy Tab genau das gleiche empfehlen: installiert Cyanogenmod!

Als Belohnung ist der gesamte Samsung-Schrott (Music Hub und Co., Samsung-Konto und zugehörige Dienste, Zine …) weg, dafür gibt es einen einigermaßen flotten Launcher, ein aufgeräumtes Android und auch in Zukunft noch System-Updates. Ein Geschwindigkeits-Wunder wird aus dem Galaxy Tab 2 trotzdem nicht, aber immerhin ein Gerät, mit dem man noch ganz ordentlich leben kann.