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Stichwort-Suche nach: Polizei.

Für den Polizeidienst ungeeignet

Wie reagiert eigentlich so eine Elitetruppe der Polizei, wenn die eigene Einheit aufgelöst wird? Unter Umständen beweisen die Beamten auch mal eindrucksvoll, dass sie nicht für den Polizeidienst geeignet sind.

Weil die Beamten SEK-Anwärter mit demütigenden »Aufnahmeprüfungen« gequält haben sollen, wurde eine Kölner SEK-Einheit aufgelöst. Sollten die Vorwürfe stimmen, wäre das schon Grund genug, die Betreffenden nie wieder bei der Polizei arbeiten zu lassen. Mit der Reaktion auf die Auflösung der Einheit hat man die eigene Untauglichkeit noch einmal unterstrichen:

Aus dem Kölner Stadt-Anzeiger:

Am Nachmittag sollen die Elite-Beamten laut einem Bericht des »Express« ihren Gruppenraum in Brühl regelrecht auseinandergenommen haben – mit einer Kettensäge sollen sie eine Holztheke zersägt und betrunken mit einem Motorrad über den Flur gefahren sein.

Hui, so etwas sollte sich mal ein Angestellter in der »freien Wirtschaft« erlauben. Ich tippe darauf, dass man dort nicht einfach nur »versetzt« würde. Aber bei der Polizei scheint man ja mit vielem durchzukommen …

Dein Freund und Helfer

Es gibt ja – das ist zumindest mein subjektiver Eindruck – gerne die Tendenz, Kritik an Polizei bzw. Polizisten nicht gelten lassen zu wollen. Es ist schließlich ganz einfach: Benimmst du dich, dann tut dir die Polizei auch nichts böses. Und wenn dir Polizisten in die Fresse hauen, dann wirst du schon selbst schuld gewesen sein. Nun. Es gibt viele schöne Beispiel dafür, dass Polizisten sich, sagen wir: nicht immer ganz korrekt verhalten. Eigentlich müsste man diese Beispiel einmal sammeln.

Nehmen wir doch einen aktuellen Fall aus den USA, über den Heise Online berichtet:

Eine Gruppe von Polizisten in Kalifornien machte laut Berichten offenbar einen regelrechten Wettbewerb daraus, auf den Smartphones Verhafteter Nacktbilder zu suchen und zu tauschen.

Hmm. Wenn man’s kann …

(Und das meine ich wörtlich. Wenn die Missbrauchsmöglichkeiten bestehen, dann werden sie früher oder später auch genutzt. Und es glaubt doch hoffentlich niemand, dass wir in Deutschland großflächig, anlasslos und massenweise quasi beliebige Telekommunikationsdaten auf Vorrat sammeln, und diese dann nicht in der einen oder anderen Form missbraucht werden? Wer von so einem Missbrauch dann betroffen ist (und davon erfährt), der wird sich anschließend zweimal überlegen, ob er wirklich nichts zu verbergen hat.)