Apples Kuriositäten

Keine Frage: Apple baut eine ganze Reihe toller, praktischer und hübscher Geräte. Ich darf mich ja auch nicht zu sehr beklagen, schließlich besitze ich auch einige iDevices. Und dennoch: auch Apple langt immer wieder ordentlich daneben. Das ist lustig.

iPod mit Loop und EarPods

Die älteren von uns können sich wahrscheinlich noch an lampenförmige Macs oder runde MacBooks aus buntem Plastik erinnern … Gut, dass man diese Geräte heute nicht mehr zu Gesicht bekommt. Auch das erste AppleTV war … nun ja … ein recht merkwürdiges Gerät. Waren wir doch schon längst im Streaming-Zeitalter angekommen, hatte das Gerät damals doch tatsächlich noch eine Festplatte eingebaut, und die abzuspielenden Inhalte mussten ernsthaft erst mit dem AppleTV synchronisiert werden. Hmm. Wer sollte das eigentlich nutzen? So viel besser sieht es mit dem aktuellen AppleTV auch nicht aus. Ich bin froh, das Gerät nach ca. einem Jahr der Staubfängerei durch ein FireTV ausgetauscht zu haben. Ich habe ja eigentlich immer erwartet, Apple würde eines Tages die Installation von Apps durch den Anwender zulassen. Pustekuchen. Das FireTV macht vor, wie man es richtig macht.

Auch in Sachen Mäuse hat Apple bisher nicht besonders viel Geschick bewiesen. Oder kann irgendjemand mehr als zwei Stunden am Stück mit der, ähem, Magic Mouse arbeiten?

Aber gut, das alles mag ja noch Geschmackssache oder eine Frage der Gewohnheiten sein. Zwei Dinge gibt es, die mich tatsächlich vollkommen ratlos machen, wenn ich sie sehe: Der iPod touch loop und die komischen EarPods. Ich behaupte: beides ist vollkommen bescheuerter Schwachsinn, den kein Mensch benutzt. Ich möchte mal denjeniegen kennenlernen, der sich gedacht hat: »Ach komm, meinen iPod touch, den möchte ich eigentlich ganz gerne mit einem dünnen Lederbändchen an meinem Handgelenk festbinden. Hemd-, Hosen- und Jackentaschen sind vollkommen überbewertet!«

Wer sich nicht ausgerechnet für den billigsten iPod touch (EUR 229,-) entscheidet, bekommt dieses Bändchen wenigstens als Dreingabe. Beigelegt wird auch das nächste Kuriosum, nämlich die, ähem, revolutionären EarPods.

Anders als bei herkömmlichen runden Ohrhörern beruht das Design der Apple EarPods auf der Geometrie des Ohres. Deshalb passen sie mehr Menschen als jeder andere Ohrhörer.

Fuck yeah! Ich weiß nicht, wer sich diese großen und harten Dinger gerne in die Ohren steckt, aber sei’s drum. Anders als beim iPhone bekommt man zum iPod touch auch nur die einfachere Variante der EarPods ohne Fernbedienung dazu. Ganz so, als sei diese Funktion ausgerechnet bei einem Gerät, das primär der Musikwiedergabe dient, irgendwie nicht so wichtig. Oder soll der Kunde doch eher zum zusätzlichen Kauf der teureren Variante (29,- EUR) motiviert werden?

Ich denke ja, der Erfolg lässt sich daran messen, wie oft diese Gadgets genutzt werden. Und ich persönlich habe »in freier Wildbahn« bisher weder den iPod touch loop noch die EarPods beobachten können. Vielleicht treibe ich mich aber auch nur in den falschen Gegenden herum? Oder habe die falschen Freunde?

Die nächste Apple-Kuriosität könnte möglicherweise die Apple Watch werden. Nach der ersten Ankündigung herrschte ja bei vielen noch so etwas wie Euphorie, aber nach der Bekanntgabe der Preise und einiger technischer Einzelheiten waren die Reaktionen doch eher zurückhaltend. Was wirft Apple da eigentlich auf den Markt? Ein eher nutzloses Gadget, das selbst für Apple-Maßstäbe schweineteuer ist. Das ist keine Sportuhr und kein Fitness-Gerät. Die Apple Watch ist ein Luxusprodukt, ein reines Statussymbol. Und man möchte am liebsten Tim Cook zurufen, dass man mit Luxusprodukten keine Volkskrankheiten bekämpft, selbst wenn man diese etwas dümmlich als »den neuen Krebs« bezeichnet. Dieser Ruf würde vermutlich ohnehin nur mit einem Schulterzucken quittiert werden.

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