Linux Mint

Nachdem ich jahrelang Ubuntu benutzt habe, und zuletzt etwas unzufrieden gewesen bin, habe ich nun wahrscheinlich mein neues Lieblings-Linux gefunden: Linux Mint 17.1 (»Rebecca«) mit Cinnamon-Desktop. Ein kleiner Software-Tipp am Rande.

Linux Mint

Linux Mint basiert zwar auf Ubuntu, bietet aber eben mit Cinnamon eine Desktop-Oberfläche, die für meinen Geschmack nicht nur deutlich besser aussieht als Unity, sondern auch sehr viel funktionaler ist. Hatte ich mich schon einmal über das Unity Dash beschwert? Nein? Das sei hiermit nachgeholt: Das Teil ist nicht nur furchtbar hässlich (dieses Wirrwarr an unterschiedlichen und grotesk alten und grauenhaften Icons!) und nutzt nicht einmal den auf großen Bildschirmen zur Verfügung stehenden Platz sinnvoll aus, es ist vor allem furchtbar umständlich. Einzig und allein die lokale Suche funktioniert gut, aber auf eine solche Suche muss man auch bei Cinnamon nicht verzichten. Die Vermischung von Online- mit Offline-Suche halte ich persönlich für Blödsinn, weil ich mir beispielsweise keine Situation vorstellen kann, in der ich sowohl lokale Dateien durchsuchen möchte und gleichzeitig dazu passende Amazon-Angebote …

Mint »Rebecca« bringt neben zahlreichen Detail-Verbesserungen und Fehlerkorrekturen für den Cinnamon-Desktop auch eine neue Theme-Verwaltung, mit der sich nun auch ohne weiteren Aufwand die für meinen Geschmack eher fragwürdigen mintgrünen Icons austauschen lassen. Überhaupt hat man sich durchaus noch einmal auf die Optik konzentriert. So umfassen die mitgelieferten Desktop-Hintergrundbilder nun auch die Bilder aus Vorgängerversionen, und somit steht hier eine ordentliche Auswahl zur Verfügung.

Die wichtigste Software läuft problemlos: Spotify, Skype, Dropbox, Firefox, Thunderbird, GIMP, LibreOffice, XMind … Bei der Nutzung fällt auf, dass man anscheinend auch am Benachrichtigungs-Applet gearbeitet hat; zumindest funktionieren nun sowohl bei Pidgin als auch bei Skype die entsprechenden Symbole so wie sie sollen.

Überraschend finde ich, dass die TLP-Tools nicht nur nicht standardmäßig installiert werden, sondern nicht einmal in den offiziellen Software-Repositories enthalten sind. Dabei machen sich diese Tools auf einem Notebook deutlich bemerkbar bzw. verkürzt sich die Akkulaufzeit (bei mir auf zwei ganz unterschiedlichen Geräten getestet) ohne TLP drastisch.

Insgesamt ist Linux Mint für mich im Moment aber die für »normale« End-Anwender am besten geeignete Linux-Distribution. Klare Empfehlung meinerseits!

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