Die Judenbuche

Judenbuche

Heute präsentiert Google einen Doodle zu Ehren von Annette von Droste-Hülshoff. Zugegeben: Lange Zeit kannte (auch) ich sie nur vom 20-Mark-Schein. Bis wir in der Oberstufe die Novelle »Die Judenbuche« lesen mussten.

Wie sich herausstellen sollte, handelte es sich bei diesem Buch um einen der besseren oder gar besten Lesestoffe, die uns vorgesetzt wurden. Es ist eine ungewöhnliche, düstere Erzählung voll von menschlischem Leid und Verfehlungen, von Rassismus und Eitelkeiten; mit Figuren, die nicht schlicht in Gut und Böse unterteilt sind – bei alledem kommt der Erzähler nicht moralisierend, sondern neutral-distanziert daher. Und: die Morde werden nicht einmal oder nicht eindeutig aufgeklärt.

Jedem, der etwas übrig hat für ältere Literatur und »Die Judenbuche« noch nicht gelesen hat, dem sei hiermit die Lektüre ans Herz gelegt. Die Erzählung ist nicht besonders umfangreich und ist auch als Hörbuch verfügbar.

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