Golem: Ubuntu versaut noch jedes Tablet

Ubuntu

Die beste Headline der letzten Woche hat wohl Golem präsentiert. Beim Test des Tablets »Aquaris M10 Ubuntu Edition« gelangen die Redakteure zu einer wenig schmeichelhaften Einschätzung:

Nach zweiwöchigem Test müssen wir allerdings feststellen, dass die Ubuntu-Version von BQs Tablet eines der unausgegorensten, ruckeligsten und von der Software her am schlampigsten programmierten Geräte auf dem Markt ist. Dabei scheint der Schuldige weniger der Hersteller der Hardware BQ zu sein als Canonical - das es immer noch nicht geschafft hat, aus Ubuntu für mobile Geräte ein sinnvoll einsetzbares Betriebssystem zu machen.

Harte Worte, aber die Einschätzung passt ganz gut zu dem, was Canonical generell in den letzten Jahren abgeliefert hat. Von Ubuntu One über den Unity-Desktop und den Ubuntu-AppStore bis hin zum eigens entwickelten Display-Server und der auf Android basierenden Mobil-Variante: überall unfertige, unausgegorene, lahme und schlecht funktionierende Software. Vor ein paar Jahren war Ubuntu eine Distribution, die besonders einsteigerfreundlich gewesen ist — heute bekommt der Anwender eine Großbaustelle, an der es an allen Ecken und Kanten Probleme gibt. Da wünscht man sich für Canonical doch vor allem ein etwas besseres Projekt-Management mit klarer strategischer Ausrichtung.

Nachtrag: Ich habe vergessen, die Frage nach der definitiv besten Linux-Desktop-Distribution für Normalos zu beantworten. Das ist unverändert Linux Mint, das nicht nur seit langem bei Distrowatch ganz oben steht, sondern auch von Ars Technica hoch gelobt wird.

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